Allgemeine Geschäftsbedingungen der Specialsitting GmbH

1. Wer sind wir und was machen wir?

  • Wir, die Specialsitting GmbH, bieten Förderung, Betreuung und/oder Pflege („Betreuung“) für Personen an, die einen Bedarf an Betreuung und Aufsicht von Kindern und jungen Erwachsenen haben („Familien“, „Sie“). Unser Service ist ein umfassender Service für die Familien, wo im Idealfall ein Anruf genügt, um einen Sitter zu finden.

2. Wie können Sie den Service in Anspruch nehmen?

  1. Familien können uns anrufen oder auch per Email kontaktieren. Wir werden sie in jedem Fall zurückrufen und ein kostenloses Erstberatungsgespräch durchführen, um die notwendigen Kontaktdaten und den Bedarf zu ermitteln und ebenfalls über mögliche Finanzierungen und Ansprüche aufzuklären.
  2. Der Sitting-Vertrag kommt zwischen uns und den Familien zustande, wenn wir uns über den Umfang der Betreuung und die Kosten geeinigt haben. Einigen wir uns am Telefon, so schicken wir eine Zusammenfassung des Gesprächs und diese AGB für die eigenen Unterlagen in einer Email an die Familie.
  3. Da unsere Sitter während der Zeit der persönlichen Betreuung die vollständige Aufsichts- und Fürsorgepflicht über die zu betreuende Person haben, ist die Familie verpflichtet, Vollmachten für etwaige Medikamentengabe, sowie für die Durchführung vollmachtsbedürftiger Tätigkeiten rechtzeitig vor Beginn der Betreuung auszustellen.
  4. Wir bemühen uns nach allen Kräften, den Wünschen der Familien zu entsprechen. Einen Anspruch auf einen bestimmten Sitter können wir leider je nach Auftragslage nicht immer gewähren. Als Sitter kommen Angestellte von uns aber auch externe freie Mitarbeiter in Frage, die sich über Schulungen und ein Führungszeugnis qualifiziert haben.
  5. Eine Rechtsberatung können und dürfen wir allerdings nicht anbieten. Auch wenn wir praktische Tipps geben, die aus unserer Erfahrung funktionieren können, bitten wir den Klienten sich ggfls. selbst um eine rechtliche Beratung zu kümmern

3. Was passiert, wenn etwas dazwischen kommt?

  1. Wenn innerhalb von 24h vor Einsatzbeginn abgesagt wird, erhalten wir einen Schadensersatz in Höhe von 50% des Einsatzwertes. Sollte dies nicht möglich sein, verzichten wir in Ausnahmefällen.
  2. Der Familie bleibt es vorbehalten, den Nachweis für einen geringeren Schaden zu erbringen.
  3. Etwas anderes gilt nur bei Notallbuchungen für die Familien: Wird binnen 12 Stunden vor Auftragsbeginn ein Sitter gefunden, dann besteht keine Schadensersatzpflicht, wenn die Familie den Auftrag vor Austragsbeginn storniert.
  4. Wir behalten uns vor, den Auftrag bis zu 72 Stunden vor Beginn des Service zu stornieren.

4. Wie zahlen Sie?

  • Die Familie hat die Möglichkeit uns die Zahlungsabwicklung zu überlassen. Da die öffentlichen Leistungsträger (Kranken-, Pflege-, Unfall-, Rentenkasse, Jugendamt, Sozialamt...) in der Regel einen Teil Betreuungskosten übernimmt, kann die Familie uns einen unterschriebenen Antrag für den Leistungsträger schicken und wir erhalten in der Regel die Entschädigung (garantieren können wir die Kostenübernahme aber nicht). Die Familie kann natürlich auch selbst über die Leistungsträger abrechnen und uns die Vergütung zahlen, die wir vereinbart haben. Privatzahlung ist kein Problem.
  • Wichtig: findet eine Kostenübernahme nicht oder nur zum Teil statt, muss der Klient die Differenz und ggfls. Die gesamten Kosten privat zahlen. Für Zwecke der Abrechnung ist der Klient gehalten, sich einen Stundenzettel von dem jeweiligen Sitter im Dienst ausfüllen zu lassen und diesen Zettel für die Abrechnung mit den Leistungsträgern bereit zu halten.

5. Sonstige Kosten - Vermittlungsprovision

  • Dem Klienten ist es untersagt, Sitter während der Vertragslaufzeit und sechs Monate danach von uns abzuwerben.
  • Der Klient verpflichtet sich, an uns eine Vermittlungsprovision zu zahlen, wenn er Sitter von uns während der Vertragslaufzeit oder sechs Monate danach selbst anstellt oder wenn Sitter durch seine Vermittlung zu Dritten wechseln.
  • Die Vermittlungsprovision entspricht dem, was eine Personalvermittlungsagentur gewöhnlich verlangen könnte. Die Parteien gehen davon aus, dass die marktübliche Provision in solchen Fällen das Dreifache des bisherigen Bruttomonatsgehalts des Sitters, mindestens jedoch EUR 5.000 pro Sitter, beträgt. Es wird vermutet, dass eine Vermittlung stattgefunden hat, wenn der Sitter wie beschrieben wechselt. Dem Klienten steht jedoch der Gegenbeweis offen.

6. Haftung

  • Wir und unsere Sitter haften für grobe Fahrlässigkeit und vorsätzliches Verhalten unbeschränkt. Für einfache Fahrlässigkeit haften wir nur sofern wesentliche Vertragspflichten verletzt werden. Dieser Haftungsausschluss gilt nicht im Falle der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit. Die Haftung ist begrenzt auf den vertragstypischen und vorhersehbaren Schaden.

7. Sonstiges

  1. Zuletzt noch etwas Förmliches: Wir behalten uns vor, diese AGB zu ändern, insbesondere um die Regelungen geänderten rechtlichen oder technischen Gegebenheiten anzupassen oder um auf ein geändertes Marktumfeld zu reagieren, sofern die Änderung für den Sitter und Familien nicht unzumutbar ist. Wir werden sie per Email auf die Änderungen und die Folgen eines unterlassenen Widerspruchs hinweisen. Erfolgt innerhalb von 2 Wochen nach Mitteilung kein Widerspruch, wird die Änderung verbindlich.
  2. Die sonstigen Bestimmungen dieser AGB gelten auch für den Fall, dass einzelne Klauseln davon unwirksam sein sollten oder durch die Änderung von Recht oder seiner Auslegung unwirksam werden. Wir können solche Klauseln nach Maßgabe der übrigen Klauseln und der geltenden Rechtssätze neu fassen.

8. Datenschutz

  • Wir erheben und verarbeiten die Daten der Familien gemäß der EU-Datenschutzgrundverordnung. Die persönlichen Daten, die wir am Telefon oder per Email erhalten speichert wir nur soweit und solange wir sie für die Ausführung der Services benötigen oder uns gesetzliche Fristen die Aufbewahrung vorschreiben. Näheres hierzu finden die Familien in unserer Datenschutzerklärung unter Link in Aufbau, bitte für Details Kontakt aufnehmen.

Stand Juni 2019